Suchmaschinen-freundliche Texte schreiben: Das muss man beachten

SEO-Texte

Ob Online-Redakteur, Web-Texter oder Blogger – wer möchte, dass seine Texte im Netz gefunden werden, sollte suchmaschinen-freundliche Texte schreiben.

 

Anders nämlich als in klassischen Print-Medien, suchen User im Netz gezielt nach Informationen und nutzen dafür häufig Google & Co. Diese indexbasierten Softwareprogramme durchforsten bei einer Suchanfrage allerdings nicht etwa das gesamte Netz, sondern ihren Schlagwortkatalog. Es macht daher unbedingt Sinn, den Suchmaschinen dabei zu helfen, die eigenen Inhalte richtig einzuordnen.

Suchmaschinenoptimierung: Auf die Wortwahl kommt es an

Suchmaschinen bauen ihren virtuellen Katalog kontinuierlich aus. Damit Informationen stets aktuell sind, durchforsten so genannte Crawler regelmäßig das Netz und erweitern so den Bestand. Besonders wichtig: Keywords. Denn Schlüsselwörter und Wortkombinationen helfen den Suchmaschinen das Thema einzuordnen und werden umso relevanter eingestuft, je häufiger sie vorkommen. Wer also einen Beitrag über ein bestimmtes Thema schreiben möchte, sollte sich im ersten Schritt zunächst über seine Zielgruppe Gedanken machen und darüber, mithilfe von welchen Worten und Wortkombination sie nach dem Thema sucht. Dabei sollte das Keyword stets das für diese Zielgruppe gebräuchliche und treffende Wort sein. Ist die Zielgruppe vom Fach, können Begriffe verwendet werden, die diese spezifische Zielgruppe kennt. Richtet sich der Beitrag dagegen an Laien, sollten die relevanten Wörter auf diese Leserschaft zugeschnitten werden.

Keywords weisen Suchmaschinen und damit Lesern den Weg

Inzwischen werden überdies auch immer öfter mehrere Worte und sogar ganze Fragesätze in die Suchmaske von Google & Co. eingegeben. Mit dem Ergebnis, dass die Suchmaschine nach Treffern sucht, die genau diese Wortkombination spiegelt; je präziser diese Suchanfrage in dem Beitrag abgebildet wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Beitrag weit oben rankt. Beispiele für Mehrwort-Suchanfragen sind: „Käsekuchen fällt immer zusammen“ oder „Grüne Wohnviertel in Frankfurt “. Keyword-Kombinationen können insbesondere bei hart umkämpften Keywords und vielen Wettbewerbern eine gute Alternative sein, um im Netz dennoch einen guten Platz zu ergattern. 

Suchmaschinen-freundliche Texte: Alles am Anfang zählt

Suchmaschine-freundlich Schreiben: Wem das glückt, wird von der Suchmaschine google besser gefunden. Gut für den Autor, gut für den Suchenden.

Beim suchmaschinen-freundlichen Schreiben kommt es auf die richtige Wortwahl an. So stellt man sicher, dass der Leser Informationen findet, die sein Problem lösen helfen.

Generell gilt: Je weiter oben ein Wort steht, als desto wichtiger wird es eingestuft. Schlagwörter, die das Thema treffend widerspiegeln, sollten daher an entscheidenden Stellen platziert werden: In der Überschrift (h1), im Lead und im Fließtext. Auch sollte man darauf achten, dass das spezifische Keyword öfter vorkommt als andere Wörter im Text – Synonyme etwa. Ansonsten machen sie dem eigentlichen Schlüsselwort Konkurrenz.

Bleiben wir beim Beispiel Käsekuchen: Wenn die Wortkombination „Kuchen fällt immer zusammen“ im Text häufiger vorkommt als die Wortkombination „Käsekuchen fällt immer zusammen“, wird der Beitrag eher Teil der Ergebnisliste, die das Thema Kuchenbacken generell behandeln. Nicht aber wird der Text in der Rubrik gelistet, die sich mit dem spezifischen Käsekuchenproblem beschäftigt. Doch genau darum geht es ja faktisch. Ärgerlich für den Suchenden, ärgerlich für den Autor.

Hilfreich für Suchmaschinen, hilfreich für Leser: Wortwiederholungen

Auch wichtig für suchmaschinen-freundliche Texte: Wortwiederholungen; neben der Wortwahl ist die Worthäufigkeit ein weiterer wesentlicher Aspekt, um den Suchmaschinen zu helfen, einen Beitrag richtig einzuordnen. Wiederholungen helfen darüber hinaus ein Thema verständlicher und für den Leser eingängiger zu machen. Experten halten eine Keyword-Dichte von zwei bis drei Prozent für angemessen, allerdings sollte dabei nicht die Lesefreundlichkeit vergessen werden. Daran denken: Google ist ein Instrument, um Informationen zu erhalten. Es ist Mittel, nicht Selbstzweck. Wer Texte schreibt, um hoch zu ranken, ohne aber hilfreiche Informationen zu bieten, verärgert Leser.

Google mag was Suchende mögen: klare Informationen

Wer im Netz ist, sucht nach Informationen. Und will diese schnell. Kompliziert oder umständlich geschriebene Texte ohne Mehrwert vergraulen Leser. Deshalb: Die Dinge beim Namen nennen. Wortspiele und allzu viele Synonyme sollten eher vermieden werden. Während also in einem Print-Magazin die poetischen Spielereien der „Schreiberlinge“ durchaus willkommen sind, kommt man im Netz beim Leser meistens besser mit dem präzisen Wort, in diesem Fall dem gebräuchlicheren „Texter“ an – und punktet zudem im Hinblick auf Search-Engine-Optimation (SEO) deutlich besser. Stichwort Leserfreundlichkeit: Zusammengesetzte Worte können mithilfe eines Bindestriches getrennt werden, wenn das der schnellen und einfachen Lesbarkeit dient. Und was dem Leser beim Scannen des Textes hilft, heißen auch Suchmaschinen willkommen.

SEO-Texte schreiben: Mit Struktur und der Reihe nach

Suchmaschinen-freundliche Texte sollten gegliedert und damit auch für den Leser angenehm aufbereitet und portioniert sein: zwei bis drei Absätze pro Bildschirm sind optimal – der Text mit den Informationen sollte in kleinen Portionen, nicht aber in Schnipseln serviert werden. So werden Informationen und Argumente innerhalb des Textes gegliedert und leichter erfassbar. Außerdem hilfreich sind: Zwischenüberschriften, optische Hervorhebungen sowie Aufzählungen, Kästen und Bulletpoints. Damit wird der Leser an die Hand genommen und entspannt durch die Inhalte geleitet.

Auch bei der Verlinkung gilt: Das Kind beim Namen nennen

Auch bei der Linkbezeichnung ist es hilfreich, den Link so zu bezeichnen, dass man leicht versteht, um was es im verlinkten Text geht. Hier kann außerdem die Keywortdichte angemessen erhöht werden. Also nicht: „Hier geht’s zum Beitrag“ schreiben, sondern die Teile des Satzes als Link ausweisen, die den Inhalt des verlinkten Textes erläutern und im besten Fall noch das Schlüsselwort enthält.

Print-Texte im Web: So wird’s suchmaschinen-freundlich

Doch was, wenn ein Text für Print geschrieben wurde, aber anschließend auch für das Web verwendet werden soll? Hier kann man den Beitrag dahingehend untersuchen, ob nicht bereits ganz natürlich Keywords oder Wortkombinationen besonders häufig vorkommen. Ist das der Fall, schreibt man eine neue Headline und einen Lead, der diese Schlüsselworte beherbergt und bringt diese Wörter außerdem in Bildunterschriften und Links unter. Apropos Bilder: Auch hier macht SEO Sinn.

Bilder für Suchmaschinen optimieren

Im Netz wird auch nach Bildern gesucht. Google hat dafür sogar einen eigenen Menüpunkt. Ebenso wie Texte sind Bilder daher auch eine Quelle, um Visitors auf seine Webseite oder seinen Blogbeitrag zu leiten. Anders allerdings als Texte, können Bilder von Google nicht so einfach ausgelesen werden. Da hilft nur ein erklärender Text. Der Bild-Titel, die Bild-Unterschrift und die Bild-Beschreibung sind außerdem geeignet, um hier das Keyword erneut unterzubringen. WordPress etwa bietet hierfür gleich mehrere Möglichkeiten. Und die sollte man nutzen. Nicht nur als Texterin.

 

Suchmaschinen-freundliche Texte sind ein Baustein, damit Texte im WorldWideWeb gefunden werden. Weitere Kriterien sind die Reputation der Quelle, Aktualität, ein sauber geschriebener Code sowie Anzahl und Herkunft der Backlinks und die interne Verlinkung.

 

 

Weiterführende Literatur:

Sebastian Erlhofer: Suchmaschinenoptimierung, Verlag Galileo Computing

Heiko Lenz: Suchmaschinenoptimiert schreiben, Verlag UVK

Nea Matzen: Online-Journalismus, Verlag UVK

 

Netz-Texte zum Thema suchmaschinen-freundliches Schreiben:

Einen interessanten Überblick über die besten Keyword-Tools zur Recherche von Suchbegriffen bietet das T3n-Magazin.

Der Leser im Mittelpunkt: 5 SEO-Tipps für Redakteure, ein Beitrag vom Magazin Fachjournalist

Tags: , ,
23. Mai 2016

0 Comments

Schreibe einen Kommentar