Content: Weniger und besser

Alle schreiben. Bloß nichts Neues. Unternehmen sollten stärker auf die Qualität ihres Contents setzen, statt auf Masse.

 

Aktuell erreichen mich Anfragen um Anfragen: Jeder will Blog-Beiträge geschrieben haben. Gerne dürfen sie lang sein. Und gerne darf man schwadronieren. Beinah so, als ginge es nicht um das, was man zu sagen hat, sondern um eine möglichst umfängliche Zeichenzahl. Zeitgeist-Wordings bitte nicht vergessen. Geht es dann noch um Web-Texte, mögen diese bitte außerdem noch reichlich mit Keywords dekoriert werden – google soll das Gesagte schließlich finden und möglichst hoch ranken. Doch: Will man eigentlich lesen, was da von jedem geschustert wird? Wer braucht all das Mittelmaß? Diese Content-Fluten? Wer will einen weiteren altbekannten Wein in neuem Gewand kosten?

Niemand.

Dabei bin ich der festen Überzeugung, dass Unternehmen durchaus etwas zu berichten haben. Vielleicht weniger oft, als es aktuell geschieht. Und vielleicht anders aufgezogen, als dies aktuell geschieht. Content kann schließlich auch ein gif sein, ein Video, ein Bild.

Wie wäre es daher mit Qualität?

Wie wäre es damit, dass ein Unternehmen im ersten Schritt darüber nachdenkt – in aller Ruhe – was es denn eigentlich zu sagen hat. Welchen Wert, welchen Mehrwert, der anvisierte Inhalt für die Zielgruppe hat. Und sich im nächsten Schritt die Zeit nimmt, dies herauszuarbeiten, um dann hierfür ein geeignetes Content-Format zu finden.

Möglicherweise würde dann entstehen, was gerne gelesen würde; es entstünden intelligente Gedanken, die der Leser bedenken möchte. Qualität statt sinnloser Ergüsse. Eine Meinung, eine Sicht, auf diese Welt und damit ein Beitrag für ihre Entwicklung, statt leerem Geschwafel. Es entstünde ein Diskurs.

Dann darf solch ein Text auch länger sein. Muss aber nicht. Es muss nicht einmal ein Text sein.

Hier finden Sie Anregungen zu unterschiedlichen Content-Formaten.

 

 

 

 

20. März 2018