Die Kunst des Schreibens

Als Texterin werde ich ab und an genötigt, mich zu erklären. Ich soll bitte mal genau sagen, was ich so mache. Schließlich ist ein Texter bloß jemand, der schreibt. Und schreiben haben wir doch alle in der Schule gelernt. Ja, das haben wir. Doch für mich sind Texte nicht bloß eine Ansammlung von Worten. Je nach Zusammenstellung konzipiert man eine Käsestulle, eine duftende Brioche, einen lauwarmen Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern oder ein Kabeljau-Loin mit Nussbutterschaum und Petersilie.

Worte, die bewegen, produziert man nicht am Fließband. Und Texte, die begeistern und verzücken, sind ein Geschenk. Das Ergebnis eines kreativen Akts. Nun lässt sich das Außergewöhnliche nicht erzwingen. Und dennoch ist die Voraussetzung für jede geglückte Arbeit vor allem erst einmal eines:  Viele, viele Jahre Erfahrung. Oder auch ganz knapp: Expertise.

 

Das Disrupt Manifesto von TBWA, einer der besten Kreativ-Agenturen der Welt. Hin- und mitreißend, nicht nur wegen der hübschen Bilder. Aber hören Sie selbst:

 

PS: Ich schwinge den Stift gerne für ganz unterschiedliche Textsorten.

 

30. Oktober 2018

Pressetexte schreiben – aber richtig

 

Weshalb sollte die Presse über Ihr Unternehmen berichten?

 

Das ist die entscheidende Frage, die sich Presseverantwortliche stellen müssen, bevor sie sich daran machen, einen Pressetext zu schreiben. Relevanz nämlich ist DAS entscheidende Kriterium, möchte man publiziert werden. Ansonsten kann man sich die Zeit und die Mühe sparen.

Deshalb: Bevor Sie loslegen, überlegen Sie: Ist mein Produkt, mein Service neu? Ist er innovativ? Bietet er etwas, dass kein anderer bietet? Ist das Produkt besonders trendig, greift Ihr Service gesellschaftliche Strömungen besonders früh auf? Oder auch: Sind Ihre Sichtweisen so ungewöhnlich, dass sie zum Nachdenken anregen werden? Gibt es einen interessanten Aufhänger: Eine spannende Story. Ein Jubiläum, eine ungewöhnliche Personalie? Kann eine Verbindung hergestellt werden zu einem aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Ereignis oder Thema? Prima, dann macht ein Pressetext Sinn.

Die nächste Frage lautet: Wo könnte/sollte meine Information erscheinen? Stichwort: Zielgruppe. An wen richtet sich der Service, das Produkt, die Information?

Beispiel 1:

Sie fabrizieren Turnschuhe aus Biokunststoff. Sie sind nicht nur zu 100 Prozent klimaneutral und biologisch abbaubar, für das Design konnten Sie außerdem einen renommierten Designer gewinnen. Beste Voraussetzungen, um in unterschiedlichen Publikationen veröffentlicht zu werden: In einschlägigen Design-Magazinen, in Umwelt-Magazinen, in Fach-Magazinen mit Schwerpunkt Bekleidung, in Tageszeitungen auf den Style- und Umweltseiten. Neben einem kleinen Pressetext mit allen wichtigen Informationen rund um das Produkt können Sie ein kleines Interview mit dem Designer mitliefern, Bilder von der Produktion der Turnschuhe, eine Grafik zum Thema Recycling.

 

Beispiel 2:

Ihre Agentur verfügt über besonders ausgeprägte Expertise im Bereich Social-Media. Ihre Experten sind sich einig: In spätestens fünf Jahren ist Instagram tot. Und überhaupt werden die sozialen Medien deutlich weniger genutzt werden. Super. Schreiben Sie einen erläuternden Fachbeitrag dazu. Erklären und belegen Sie, wie Sie zu dieser Sicht kommen. Und bieten Sie diesen Beitrag den Zeitschriften und Zeitungen an, die Ihre Kunden lesen. Wenn Sie nämlich beispielsweise mittelständische Unternehmen als Kunden für Ihre medialen Aktivitäten gewinnen wollen, sollten Sie Magazine und Zeitungen auswählen, die exakt diese Zielgruppe liest. Mithilfe der Publikation werden Sie als Experte wahrgenommen und man hat Sie im Kopf. Und das ist: Werbung.

 

Machen Sie sich schlau: Schauen Sie sich die Zeitschrift vorher an, in der Sie veröffentlicht werden wollen. Die Fragen hier lauten: In welche Rubrik könnte solch ein Pressetext passen und wie lang sind die dort gedruckten Texte? Wie ist der Schreib-Stil? Fachlich oder locker und allgemeinverständlich? Arbeiten Sie Journalisten zu. Rufen Sie sie an, treten Sie in Dialog, machen Sie sich dort bekannt. Fragen Sie!

Zuletzt: Bieten Sie Ihnen Ideen für Themen an, bieten Sie Pressetexte in unterschiedlichen Formaten an: Interviews, Wissen sowie gutes Bildmaterial in unterschiedlichen Formaten, Auflösungen und Aufmachungen – etwa ein freigestelltes Produkt, ein Produkt in stimmungsvollem Ambiente. Bildmaterial, das Geschichten erzählt, Infografiken, Illustrationen. Stehen Sie außerdem für Rückfragen bereit. Bildmaterial kann man auch auf der Website im Pressebereich zur Verfügung stellen. Das spart allen Zeit und Nerven

Bedenken Sie: Journalisten wollen spannende Storys, neueste Infos, interessante Hintergrundberichte, tolles Bildmaterial – alles, was die Leserschaft interessiert und bei der Stange hält. Wenn Sie dieses Bedürfnis bedienen….

 

Dann klappt’s auch mit der Presse.

 

26. Juni 2018

Schöne Weihnachtszeit

Ich mag Weihnachten.

Ich mag die gesamte Vorweihnachtszeit.

Anderen Menschen graust es davor. All der Stress, sagen sie. Das Beisammensein mit der Familie, stöhnen sie.

Diese Geschenkebesorgerei, maulen sie. Ich klage auch. Gestresst fühle ich mich auch. Punktuell wenigstens. Und doch, und doch mag ich diese Zeit. Beinah bin ich geneigt, hier ein Loblied anzustimmen – oder, da ich Texter bin – viele Zeilen über Weihnachten zu schrieben.
Doch auch wenn die Weihnachtszeit an dieser Stelle das Thema ist, geht es mir noch um etwas anderes: um Infografiken.
Infografiken sind in meinen Augen absolut zeitgemäß, denn wesentliche Informationen werden visuell und dergestalt aufbereitet, dass das Thema schnell und intuitiv erfasst werden kann. Es ist deshalb, weshalb Daten-Journalismus immer mehr an Bedeutung gewinnt. Statt langer Texte: emotionale Grafiken.
Meine liebsten Infografiken sind die „Gefühlten Wahrheiten“ von Katja Berlin. Die Süddeutsche Zeitung publiziert sie öfter. Und stets amüsieren sie mich. Ihre Ideen sind geistreich und witzig.

Ich habe mich nun auch an einer Infografik probiert. Eine kleine Hommage an Katja Berlin also.

Ihr Thema – klar – Weihnachten. Genauer: Wie die Weihnachtszeit wirklich ist.

Wer außerdem noch auf der Suche nach einer Wunschzettelvorlage für seine Kinder ist, wird hier fündig.

 

2. Dezember 2016

Was wird das für 1 Weihnachten?

Nussknacker spricht deutliche WorteTexter wissen: Sprache verändert sich, und auch Sprache unterliegt dem Zeitgeist.

Manch ein Trend verliert sich schnell, andere Wortschöpfungen werden Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs. Was für Sprache gilt, gilt für viele Bereiche des Lebens – kein Wunder eigentlich, denn die Menschen verändern sich, die Welt verändert sich kontinuierlich. Welche Folgen das für die Dekoration an Weihnachten hat, erläutert mein Beitrag für die Weltleitmesse Christmasworld. Ein Mikrokosmus, der für erhellende Momente sorgt. So viel sei hier verraten: Freche Sprüche finden sich nicht nur im Netz, sondern längst auch auf Christbaumkugeln. Und nicht nur mit Bildern oder Texten lassen sich Geschichten erzählen, auch figurative Anhänger sprechen mitunter eine deutliche Sprache. Der ganze Text: Weihnachts-Deko Trends der Christmasworld.

Mehr zum Thema Weihnachtstrends und Dekotrends 2016

10. Oktober 2016

Gife love: Texte animieren

Ich bin ein großer Freund von Gifs.

Die Abkürzung steht für „Graphics Interchange Format“  und damit können beispielsweise Bilder ganz unkompliziert animiert werden. Besonders beliebt im Netz: Katzen-und Hunde-Gifs. Aber auch, um Dinge zu erklären oder auf den Punkt zu bringen, eignen sich die Mini-Animationen ganz hervorragend. Dann funktionieren sie beinah wie eine Info-Grafik. Und für mich als Texter besonders spannend: Sogar Text lässt sich damit in Bewegung setzen. Ich habe mal ein wenig herum probiert mit kostenlosen Tools, die es hierfür im Internet gibt. Hier sind drei Ergebnisse. Für gute Laune, so hoffe ich. Einfach die Gifs anklicken und eine Sekunde gedulden.

 

Das_Leben_ist_schön

 

Gif_Dankbar

 

Lach mal wieder

 

Hier gibt’s mehr zum Thema Gifs mit  Beispielen aus dem Bereich Wissenschaft.

19. September 2016